19 Kilometer nördlich von Agadir liegt Taghazout, einst ein Fischerdorf, heute Marokkos Surf-Hauptstadt. Rechte Pointbreaks, die bei gutem Swell mehrere hundert Meter laufen, 300 Sonnentage im Jahr und dieses Lebensgefühl irgendwo zwischen Minztee, Tajine und Yoga auf der Dachterrasse. Da überrascht es wirklich nicht, dass halb Europa hier überwintert.
Die Spots: Von Anchor Point bis Panorama
Der bekannteste Spot ist Anchor Point: eine lange, druckvolle Rechte, die bei grossem Swell schnell Weltklasse-Niveau erreicht und klar etwas für Fortgeschrittene und Profis ist. Direkt im Dorf brechen Hash Point und Panorama, spürbar zugänglicher und ideal für die zweite Surf-Saison deines Lebens. Anfänger zieht es ein paar Minuten weiter nach Tamraght, zu den Beachbreaks von Crocodile Beach und Banana Point. Sanfter Sandgrund, viele Surfschulen, keine Hektik.
Beste Reisezeit: Der Winter ist König
Von Oktober bis März schickt der Nordatlantik verlässlich Swell, während an Land 20–25 Grad warten. Das Wasser bleibt mit 17–21 Grad angenehm mild, ein 3/2er reicht also. Der europäische Sommer ist die flachste Phase, gut zum Lernen, klar, aber die berühmten Points schlafen dann. Wenn du diese langen Rechten suchst, bist du zwischen November und Februar richtig.
Leben im Dorf: Surfcamp oder Riad?
Taghazout selbst ist bunt, eng, charmant. Du wohnst hier in Surfcamps und Guesthouses mit Dachterrasse, oft inklusive Guiding und Frühstück. Wer es etwas bequemer mag, findet in der Taghazout Bay gleich nebenan moderne Resorts mit Pool. Und das Essen? Tajine und frischer Fisch für wenige Franken, dazu womöglich der beste Minztee deines Lebens.

