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Winterflucht

Kanaren im Dezember: Wetter, Preise, Geheimtipps

22 Grad, 4 Flugstunden, kein Jetlag: Warum die Kanaren im Dezember unschlagbar sind – mit Inselvergleich, Preisniveau und den Ecken, die kaum jemand kennt.

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Carmen – Reise-Redakteurin bei Reisedrop

Carmen

Reise-Redakteurin bei Reisedrop · 2026-09-01

Reisedrop Magazin · 2026-09-01 · Lesezeit ca. 6 Minuten

Um 16.45 Uhr wird es in der Schweiz im Dezember dunkel. Um 16.45 Uhr sitzt man auf Gran Canaria noch zwei Stunden in der Sonne. Vier Flugstunden liegen zwischen diesen beiden Sätzen – und genau deshalb sind die Kanaren im Dezember Europas verlässlichste Sonnenversicherung: 22 bis 24 Grad, sieben Sonnenstunden am Tag, Meer um die 20 Grad. Kein Jetlag, keine Langstreckenpreise, keine Wetter-Lotterie. Bleibt eigentlich nur eine Frage: Welche Insel passt zu dir?

Sieben Inseln, ehrlich einsortiert

Gran Canaria ist die Allrounderin – Dünen von Maspalomas, lebendige Promenaden, Hotels in jeder Preisklasse. Teneriffa bietet den grössten Kontrast, den man an einem Tag erleben kann: morgens Schnee auf dem Teide, nachmittags baden in Costa Adeje, der wärmsten Ecke des Archipels. Fuerteventura gehört den Strandmenschen – die schönsten Sandstrände weit und breit, dafür bläst der Wind kräftiger. Lanzarote ist die Insel für Ästheten: schwarze Vulkanlandschaften, die Architektur von César Manrique, Reben, die in Aschetrichtern wachsen. Und La Palma und La Gomera? Die überlässt man am besten den Wanderern. Grün, still, herrlich unaufgeregt.

Die zwei Gesichter des Dezembers

Preislich zerfällt der Monat in zwei Welten, und das sollte man wissen: Bis etwa zum 18. Dezember ist Nebensaison – Vier-Sterne-Hotels mit Frühstück ab 80 bis 110 Franken pro Nacht, Flüge ab Zürich ab rund 150 Franken retour. Das ist, wir wiederholen uns gern, der vielleicht beste Preis-Sonnen-Quotient Europas. Dann kommen die Festtage, und die Preise ziehen um 60 bis 80 Prozent an. Unsere Empfehlung ist deshalb unromantisch, aber effektiv: Flieg in der ersten Dezemberhälfte. Und wenn es die Festtage sein müssen – buch sie bis Ende Oktober.

Wo es schöner ist als im Prospekt

Mit einem Mietwagen (ab etwa 25 Franken am Tag) wird aus jeder Pauschalinsel ein Entdeckerparadies. Auf Gran Canaria lohnt der Abstecher ins Bergdorf Tejeda – ab Ende Dezember beginnt dort die Mandelblüte, und kaum jemand weiss es. Auf Teneriffa isst man im Fischerdorf El Médano besser und günstiger als in jedem Resort, mit Surfern als Kulisse. Lanzarote versteckt seine schönsten Badebuchten bei den Papagayo-Stränden im Süden. Und wer auf Fuerteventura nach El Cotillo im Westen fährt, findet Lagunen, die aussehen, als hätte jemand die Südsee falsch abgelegt.

Kurz und praktisch

Ab Zürich, Basel und Genf fliegen im Winter täglich mehrere Airlines direkt auf die vier grossen Inseln, Flugzeit gut vier Stunden. Für die erste Dezemberhälfte reicht eine Buchung vier bis sechs Wochen im Voraus locker. Für die Festtage gilt das Gegenteil – und ein Blick auf die flexible Datumssuche lohnt sich besonders: Zwischen dem 17. und dem 20. Dezember liegen regelmässig über 200 Franken pro Person. Drei Tage früher fliegen, ein Wochenende länger bleiben – so einfach kann Sparen sein.

💡 Reisedrop-Tipp: Nutze die Ansicht «günstigster Monat» für deine Wunschinsel und setz einen Preisalarm auf die Festtage. Und schau dir dein Hotel vorher per Street-View an – so landest du garantiert nicht an der Durchgangsstrasse.
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