Es gibt einen Moment, in dem jede Thailand-Skepsis verdampft: Du steigst in Bangkok aus dem Flieger, diese warme Luft legt sich um dich wie ein Badetuch, es riecht nach Garküche und Frangipani – und zuhause zeigt die Wetter-App Hochnebel bei vier Grad. Von Dezember bis März hat das Königreich seine beste Zeit: Trockenzeit, 28 bis 32 Grad, badewannenwarmes Meer. Dass Thailand das liebste Fernziel der Schweizerinnen und Schweizer im Winter ist, hat schon seine Gründe. Hier ist alles, was du für die Planung wirklich brauchst – ohne Katalog-Blabla.
Andamanensee, Golf oder Norden? Eine ehrliche Einordnung
Im Winter führt eigentlich kein Weg an der Andamanensee vorbei: Phuket, Krabi, Khao Lak, Koh Lanta – spiegelglattes Meer, beste Sicht zum Schnorcheln, dazu diese Kalksteinfelsen von Railay, die auf Fotos immer nach Photoshop aussehen und in echt noch besser sind. Khao Lak ist die ruhige Familien-Wahl, Koh Lanta unser persönlicher Favorit für alle, die «entspannt» nicht nur auf den Prospekt schreiben wollen. Der Golf drüben – Samui, Phangan – kann im Dezember noch Regen abkriegen; da würden wir bis Mitte Januar warten. Und dann ist da noch der Norden: Chiang Mai bei 25 Grad, kühle Nächte, Tempel, Nachtmärkte, Bergdörfer. Die Kombination Norden plus Insel ist die beliebteste Zwei-Wochen-Route des Landes. Völlig zu Recht.
Was kostet der Spass ab der Schweiz?
Nonstop ab Zürich nach Bangkok sind es gut elf Stunden. Wer über die Golfstaaten oder Istanbul umsteigt, spart oft mehrere hundert Franken und landet in der Hochsaison ab etwa 700 bis 900 Franken retour – vorausgesetzt, man bucht bis Ende Oktober. Über Weihnachten und Neujahr wird es happig, das muss man wissen. Die zweite Januarhälfte und der Februar sind das Sweet Spot: volle Hochsaison beim Wetter, spürbar tiefere Preise. Kleiner Insider: Inlandsflüge wie Bangkok–Krabi separat buchen, die kosten früh gebucht keine 50 Franken.
Vor Ort: Dein Geld ist hier erstaunlich viel wert
Pad Thai an der Strasse: zwei, drei Franken. Eine Stunde Thai-Massage: rund zehn. Ein richtig schönes Resort mit Pool: ab 80 bis 130 Franken für zwei – und wer einmal im Leben Fünf-Sterne mit Privatpool will, kriegt das ab etwa 250. Backpacker kommen mit 35 bis 50 Franken am Tag locker durch. Einziger Spartipp, den fast alle übersehen: Thailändische Bancomaten verlangen happige Fixgebühren, also lieber einmal viel abheben als fünfmal wenig – mit einer Karte ohne Auslandgebühren, versteht sich.
Der Papierkram (schnell erledigt)
Schweizer Pass? Dann darfst du 60 Tage visumfrei bleiben – der Pass muss nur noch sechs Monate gültig sein. Pflichtimpfungen gibt es für die üblichen Routen keine; Standardimpfungen plus Hepatitis A empfehlen die Reisemediziner trotzdem. Und kulturell reichen drei Regeln, um überall willkommen zu sein: Schultern und Knie im Tempel bedecken, Schuhe vor Innenräumen ausziehen, Königshaus respektieren. Für den Verkehr gilt: Grab-App laden statt Roller mieten, wenn du auf Bangkoks Strassen nicht aufgewachsen bist. Kostet fast nichts und schont Nerven wie Knochen.

