Reisedrop
Flug-Guide

Handgepäck 2026: Grösse, Flüssigkeiten & was wirklich rein darf

Handgepäck-Masse aller Airlines, die 100-ml-Regel, verbotene Gegenstände und die Packliste, damit alles sicher durch die Kontrolle kommt.

🇬🇧 Read this article in English Handgepäck 2026: Grösse, Flüssigkeiten & was wirklich rein darf
Semih – Reise-Redakteur bei Reisedrop

Semih

Reise-Redakteur bei Reisedrop · 2026-07-26

Reisedrop Magazin · 2026-07-26 · Lesezeit ca. 6 Minuten

Kaum etwas sorgt am Gate für so viel Nervosität wie das Handgepäck. Ein paar Zentimeter zu gross, ein Kilo zu viel, die falschen Flüssigkeiten – und aus dem 39-Euro-Flug werden plötzlich 89 Euro extra. Dieser Guide klärt die Fragen, die wirklich zählen: Welche Grösse darf das Handgepäck haben? Was darf ins Handgepäck – und was besser nicht? Und wie packst du so, dass am Ende auch alles reinpasst?

Handgepäck-Grösse: die Masse der wichtigsten Airlines

Eine einheitliche Regel gibt es nicht. Genau da beginnt das Problem. Die gängigsten Masse: SWISS & Lufthansa 55×40×23 cm (8 kg), Eurowings 55×40×23 cm, Ryanair nur 40×20×25 cm gratis (grösseres Handgepäck kostet), easyJet 45×36×20 cm gratis, Wizz Air 40×30×20 cm. Wichtig ist ein Detail, das viele übersehen: Gemessen wird inklusive Rollen und Griffen. Ein „universeller“ Kabinentrolley mit 55×40×20 cm funktioniert bei den meisten klassischen Airlines, bei Billigfliegern brauchst du dafür aber oft den Tarif mit Priority.

Die 100-ml-Regel: Flüssigkeiten richtig packen

Bei Flüssigkeiten, Gelen und Cremes gilt: Alles muss in Behälter mit maximal 100 ml, zusammen verstaut in einem durchsichtigen, wiederverschliessbaren 1-Liter-Beutel. Dazu gehören auch Zahnpasta, Deo-Roller, Nutella und Käsefondue (ja, wirklich). Ausnahmen gibt es für Babynahrung und Medikamente mit Rezept. Merksatz? Entscheidend ist die Behältergrösse, nicht die Menge darin. Die halbvolle 200-ml-Tube fliegt also raus.

Was ist im Handgepäck verboten?

Ganz klar verboten sind Messer über 6 cm, Scheren mit langer Klinge, Werkzeug, Pfefferspray. Oft geht vergessen: Powerbanks müssen ins Handgepäck (nie in den Koffer!), E-Zigaretten ebenfalls. Beim Feuerzeug gilt: genau eines am Körper. Und beim Sport-Equipment wird es schnell speziell: Tennisschläger meist ok, Wanderstöcke nicht. Wenn du unsicher bist, entscheidet am Ende das Sicherheitspersonal. Und ja, diese Diskussion gewinnst du nie.

💡 Reisedrop-Tipp: In unseren Flugergebnissen zeigt die Tarif-Tabelle transparent, ob Handgepäck im Preis enthalten ist – damit vergleichst du echte Endpreise statt hübsche Lockangebote. Der 49-Euro-Basic-Tarif ohne Trolley ist am Schluss oft teurer als der 79-Euro-Tarif mit allem drin.

Der Personal-Item-Trick

Zusätzlich zum Handgepäck erlaubt fast jede Airline noch eine „kleine Tasche“ (Laptop-Tasche, Handtasche, ca. 40×30×20 cm). Wer öfter fliegt, nutzt das ziemlich clever als zweites Gepäckstück. Schwere Dinge wie Bücher, Laptop und Ladekabel kommen in die kleine Tasche unter den Vordersitz, Kleidung wandert in den Trolley. Beim Wiegen ist dann oft nur der Trolley im Fokus.

Die Packliste, mit der alles passt

Rollen statt falten (spart 30% Platz), Schuhe mit Socken füllen, die schwerste Jacke anziehen statt einpacken, Kulturbeutel abspecken (Hotel hat Shampoo), maximal zwei Paar Schuhe. Klingt banal, bringt aber erstaunlich viel. Noch ein Digital-Trick: Bordkarte und Buchungen offline speichern. Der Akku ist am Gate fast immer schneller leer als gedacht.

Gute Nachrichten: die neuen CT-Scanner

An immer mehr Flughäfen (Zürich, München, Amsterdam u.a.) stehen CT-Scanner der neuesten Generation. Dort dürfen Laptop und Flüssigkeiten in der Tasche bleiben, teils fällt sogar die 100-ml-Grenze. Klingt nach Erlösung? Nur fast. Die Regel gilt immer pro Flughafen. Auf dem Rückflug ab einem alten Terminal gelten dann schon wieder die alten Regeln. Packe deshalb weiterhin nach der 100-ml-Logik.

Flüge inkl. Handgepäck vergleichen

Weiterlesen im Magazin

Zur Reisedrop-App