Ab dem zweiten Geburtstag ist Fliegen plötzlich eine andere Disziplin: Dein Kind braucht einen eigenen Sitzplatz, bringt einen ziemlich klaren Willen mit und hat in etwa die Energie eines kleinen Düsentriebwerks. Klingt anstrengend? Muss es nicht sein. Mit einem guten Plan kann genau dieses Alter nämlich die schönste Reisezeit sein. Kleinkinder finden Flugzeuge oft schlicht grossartig. Du musst die Bühne nur richtig bespielen.
Eigener Sitz, eigener Tarif
Ab 2 Jahren ist der eigene Sitzplatz Pflicht, dafür gilt dann der Kindertarif, meist rund 25 Prozent günstiger als der Erwachsenenpreis. Bei uns gibst du das Alter deiner Kinder einfach bei der Suche an. Den Kinderrabatt rechnen wir automatisch in den Gesamtpreis ein, und die Sitzplätze der Familie werden zusammen gebucht.
Direktflug schlägt Schnäppchen
Für Flüge mit Kleinkind gibt es eine Regel, die fast immer stimmt: Direktflüge sind Gold wert. Ein Umstieg heisst zweimal Boarding, zweimal Sicherheitskontrolle, zweimal «Warum müssen wir schon wieder warten?». Nutze unseren Filter «Nur Direktflüge» und nimm, wenn möglich, Abflugzeiten am Vormittag. Dann ist das Kind eher ausgeschlafen, ihr meistens auch, und Verspätungen lassen sich tagsüber deutlich besser auffangen als um Mitternacht.
Das Beschäftigungs-Arsenal
Die Faustregel ist simpel: pro Flugstunde eine Überraschung. Ein neues Malbuch, Sticker, ein kleines Auto, alles einzeln verpackt, und schon wirkt selbst Kiosk-Kram wie Weihnachten. Dazu ein Tablet mit offline gespeicherten Folgen (die Kopfhörer bitte vorher zu Hause testen) und noch etwas in Reserve für den Landeanflug. Ein erstaunlich guter Profi-Move: ein leeres Fensterbild-Set aus Gelfolie. Am Flugzeugfenster kann das Kinder verblüffend lange beschäftigen.
Snacks sind Diplomatie
Hungrige Kleinkinder diskutieren nicht, sie eskalieren. Packe also lieber doppelt so viele Snacks ein, wie dir vernünftig erscheint: Reiswaffeln, geschnittenes Obst, Brezeli, Käsewürfel. Zuckerbomben kurz vor dem Start sind keine gute Idee. Die Rechnung kommt auf 10'000 Metern. Und nimm eine leere Trinkflasche mit; nach der Sicherheitskontrolle auffüllen spart Geld und oft auch Nerven.
Der Tag danach beginnt am Vortag
Packe die Handgepäck-Tasche zusammen mit dem Kind. Wer sein Köfferchen selbst gepackt hat, zieht es meist auch mit Stolz durch den Flughafen. Erkläre vorher, was passieren wird: einchecken, Kontrolle, warten, einsteigen. Solche Abläufe mögen Kleinkinder sehr. Und am Zielort? Für den Ankunftstag bitte nichts einplanen. Wirklich nichts. Das ist kein verlorener Ferientag, sondern die beste Versicherung für alles, was danach kommt.
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