Der erste Flug mit Baby wirkt vorher schnell wie eine kleine Expedition. Hinterher? Meistens halb so dramatisch. Babys sind nämlich oft erstaunlich angenehme Fluggäste: Sie schlafen viel, das Brummen der Triebwerke hat etwas von Schlaflied, und die Sitznachbarn sind in der Regel freundlicher als man vorher befürchtet. Entscheidend ist am Ende die Vorbereitung. Hier kommt der Fahrplan, der dir Stress spart.
Der beste Zeitpunkt zum Fliegen
Zwischen drei und neun Monaten liegt diese goldene Phase: Das Baby schläft noch viel, krabbelt nicht davon und ist mit Stillen oder Schoppen meistens zufrieden. Neugeborene unter sechs Wochen sollten allerdings nur nach Rücksprache mit der Kinderärztin fliegen. Und beim Buchen lohnt sich ein Blick auf die Uhrzeit: Flüge zur gewohnten Schlafenszeit sind Gold wert. Ein Baby, das beim Start einschläft, bekommt vom Flug fast nichts mit.
Schossbaby oder eigener Sitz?
Kinder unter 2 Jahren fliegen auf dem Schoss fast gratis, meist für rund 10 Prozent des Tarifs oder eine Minigebühr. Für die Kurzstrecke ist das meist die beste Lösung. Bei der Langstrecke solltest du die Frage nach einem Babybett (Bassinet) an der Trennwand früh stellen, denn diese Plätze sind begrenzt. Gib bei der Suche einfach das Alter deines Kindes ein, wir rechnen den Baby-Vorteil automatisch in den Gesamtpreis ein.
Druckausgleich: der wichtigste Trick überhaupt
Babys können den Druck auf den Ohren nicht selber ausgleichen. Saugen und Schlucken übernehmen das für sie. Genau deshalb solltest du beim Start und besonders im Landeanflug stillen, den Schoppen geben oder den Nuggi anbieten. Wenn du das gut abpasst, verhinderst du einen grossen Teil der Flugzeug-Tränen, bevor es überhaupt losgeht.
Die Handgepäck-Checkliste
Windeln für die doppelte Flugzeit, Feuchttücher, zwei Ersatzbodys (und ein Ersatzshirt für dich!), Milchpulver oder abgepumpte Milch (darf über 100 ml!), Nuggi, Lieblingstuch, eine dünne Decke und ein Müllbeutel. Wichtig ist vor allem dies: Babynahrung und Brei sind von der Flüssigkeitsregel ausgenommen. Beim Security-Check also einfach separat vorzeigen.
An Bord: Ruhe ist ansteckend
Babys übernehmen deine Stimmung. Wer entspannt ins Flugzeug steigt, hat oft auch ein entspanntes Baby auf dem Arm. Steig als Familie am besten zuletzt ein, frische Windel vorher, lass dir beim Verstauen helfen und nimm kritische Blicke gelassen. Die meisten Passagiere haben entweder selbst Kinder oder Kopfhörer. Und wenn doch mal geweint wird? Das Flugzeug ist lauter, als du denkst. In Reihe 30 hört das niemand.
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