Drei offene Tabs, drei verschiedene Preise für dasselbe Hotelzimmer – und am Ende die leise Ahnung, dass hier jemand kräftig mitverdient. So sah Reiseplanung für uns viel zu lange aus. Irgendwann war der Ärger gross genug: Wir haben unsere eigene Plattform gebaut. Seit dem 1. November ist reisedrop.com live – eine Schweizer Alternative zu Booking, Trivago und Co. Zeit, ehrlich zu erzählen, was dahintersteckt. Und was sie wirklich kann.
Eine Suche statt dreissig Tabs
Reisedrop vergleicht über zwei Millionen Unterkünfte, Flüge von mehr als 300 Airlines, über 300'000 Aktivitäten und sogar Live-Events am Reiseziel – alles in einem Drop. Du siehst Flug, Hotel und das Konzert am Zielort nebeneinander, statt zwischen fünf Portalen hin- und herzuspringen und am Schluss doch den Überblick zu verlieren. Bezahlt wird in Franken (oder Euro, oder Dollar), sicher über Stripe mit 3-D Secure. Die Bestätigung samt Ticket landet direkt im Postfach. Klingt banal? Sollte es sein. Ist es bei den Grossen erstaunlich oft nicht.
Das Feature, das wir selbst am meisten nutzen
Es ist unscheinbar: ein kleines Banner über den Flugresultaten, das auf Basis historischer Preisdaten sagt, ob der Preis eher steigt oder fällt – «jetzt buchen» oder «noch warten». Wie ein Kollege, der den Markt seit Jahren kennt und kurz über die Schulter schaut. Dazu kommen kostenlose Preisalarme (du wirst per Mail geweckt, wenn dein Trip günstiger wird), die flexible Datumssuche mit ±3 Tagen und die Ansicht «günstigster Monat» für alle, die frei planen können. Nichts davon kostet etwas. Ehrlich gesagt: Genau diese Werkzeuge hätten wir uns als Reisende immer gewünscht.
Schweizerisch – auch dort, wo man es nicht sieht
Die Plattform spricht acht Sprachen, darunter Rätoromanisch. Das ist keine Marketing-Spielerei, sondern eine Verneigung vor der Surselva, wo Mitgründerin Carmen aufgewachsen ist. Support-Anfragen beantwortet keine anonyme Hotline in irgendeiner Zeitzone, sondern wir selbst – unterstützt von unserer KI-Assistentin Nelly, die rund um die Uhr wach ist. Und wer Freunde einlädt, wird belohnt: Nach deren erster Buchung gibt es ein Guthaben. Für beide.
David gegen Goliath, mit offenen Karten
Reisedrop ist eigenfinanziert. Kein Investor, keine Agentur, ein Zwei-Personen-Team aus Luzern, rund 10'000 Franken Startkapital – das ist die ganze Wahrheit, und wir machen daraus keinen Hehl. Im Gegenteil, wir dokumentieren den Weg öffentlich auf Social Media, inklusive der Rückschläge. Warum wir das erzählen? Weil jede Buchung bei uns nicht nur dein Feriengeld schont, sondern auch beweist, dass es neben den Milliardenkonzernen noch anders geht. Ein bisschen Digital-Unabhängigkeit, made in Luzern.

